Vergangenes Wochenende fand in Obertraun, mitten im oberösterreichischen Teil des Salzkammerguts, die erste Judo Austria Technikertagung statt. Vom Freitag Nachmittag bis Sonntag Mittag waren insgesamt nicht weniger als 160 Judoka, unter anderem ÖJV-Schlüsselfiguren aus dem Katareferat, dem Kampfrichter*innenwesen und Nationaltrainer*innen anwesend. Unter Ihnen waren auch 20 Judoka aus Niederösterreich dabei, darunter Funktionäre, Kampfrichter und Vereinscoaches.
Die Technikertagung folgt dem Format der IJF-Academy, bei welcher auf internationaler Ebene genauso alle Stakeholder (KR, Coaches, Funktionär*innen) an einem Ort gemeinsam trainieren und sich untereinander vernetzen können. Die Idee dazu stammt von JLV-Präsidenten Thomas STÜCKLER (Techn. Direktor des ÖJV und Vorstandsmitglied) und Gerhard REDL (ÖJV KR-Referent/W).
Die Tagung selber war in drei praktische Teile (Kata als Grundlage des Judo, Wettkampfregeln und technisches Wettkampftraining) und zwei Präsentationen des ÖJV unterteilt.
Kata als Grundlage des Judo
Wie dienen die Kata als Grundlage des Judo? Diese Frage war zentral im Kata-Teil. Es wurde gezeigt, welche Konzepte die Kata vermitteln und wie diese im Training umgesetzt werden können; von Aufwärmübungen, die ihre Bewegungsurform in der Katame-no-kata (Form der Festhalter) haben, bis hin zu technischen Details, die ihren Ursprung ebenfalls in der Nage-no-kata (Form der Würfe) haben.
Wettkampfregeln
In diesem Modul wurden die aktuellen Neuerungen der Wettkampfregeln präsentiert. Der IJF hat Anfang dieses Jahres Regelneuerungen eingeführt, welche bestehende Regelauslegungen verschärft hat oder aufgeweicht hat. Die aktuellen Regeln sollen nun bis spätestens Ende Mai von der IJF evaluiert werden und, sofern Anlass dazu besteht, angepasst werden.
Wettkampftechnik
Die ÖJV-Nationalcoaches gaben in diesem Teil Einblick in ihre Arbeit mit den Athlet*innen. Angefangen von judospezifischen Aufwärmübungen – welche gerade an zeitlich knapp bemessenen Trainingstagen eine Zeitersparnis mit sich bringen können – bis hin zur Kumi-Kata (Griffkampf) und schlussendlich dann wie der Partner mit diesem Griff bewegt werden kann um zum Wurf zu kommen.
Präsentationen
Der ÖJV-Vorstand nahm sich an zwei Abenden die Zeit, um über seine eigene Arbeit und die der Referate zu informieren. Der erste Abend stand ganz im Fokus der einzelnen Referate und deren Aufgaben. Der zweite Abend war der „Strategie 2032“ und der Gewaltprävention im Judo gewidmet.
Alle Fotos gibts auf der Seite von Judo Austria hier.
